Name: Anna-Maria Rainer Alter: 20 Jahre Studiengang: Communication & Cultural Management B. A. Semester: 4
Der sprichwörtliche „rote Faden“, der sich durch ihr Leben zieht, war bei ihr immer das Theater. Schon als Kind gab es für Anna-Maria Rainer nichts Schöneres, als auf einer Bühne aufzutreten. Die Bretter, die bekanntlich die Welt bedeuten sollen, zogen und ziehen sie magisch an. 2008 war es nicht anders: Sie leitete das Kindertheatertraining beim studentischen Projekt „Acsident“ für Jugendliche aus der Region Friedrichshafen und konzipierte den Kindertheaterworkshop der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. In diesem Rahmen studierte sie mit 16 Kindern das von ihr selbst geschriebene Kinderstück „Die schöne Philippine, oder: Wie man ein Schloss verschenkt“ ein und brachte es beim dortigen Schlossfest zur Aufführung. Im dritten Semester war sie damit beschäftigt, das Skript für das studentische Dinner-Theater-Projekt mit dem Titel „ Al Capone - Ein Mythos bittet zu Tisch“ gemeinsam mit Robert Reitze zu schreiben. Im gerade vergangenen Semester nun war sie mit der Inszenierung und der Umsetzung des künstlerischen Teils des Projektes befasst. Außerdem coacht Anna-Maria Rainer eine Hauptschülerin im Rahmen des „Rock your Life“-Projektes für Friedrichshafener Hauptschüler und geht so oft wie möglich ins Theater, „zumal man vom Zusehen bekanntlich am meisten lernt“, wie sie sagt. Außerdem sind die Vorbereitungen für den diesjährigen Kinderworkshop bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im vollen Gange.
| Die Zeppelin Universität hat diesmal Sie als besonders eigenwilligen Studierenden ausgewählt. Ist das in irgendeiner Weise überhaupt berechtigt? Ich denke, dass hier jeder Studierende auf die ihm eigene Art und Weise in irgendeiner Form außergewöhnlich und eigenwillig ist. Meine Eigenwilligkeit besteht wahrscheinlich in meiner unbändigen Theaterleidenschaft.
| Wenn Sie sich selbst mit sieben Worten beschreiben sollten, dann wären dies…: enthusiastisch, neugierig, aufgeschlossen, pflichtbewusst, fröhlich, optimistisch, fallweise ein bisserl zerstreut
| … und die ZU in sieben Worten? Ein geistiges Luftschiff mit Esprit und Bodenhaftung.
| Inwieweit hat die ZU ihre Eigenwilligkeit unterstützt bzw. nicht verhindert? Die ZU fordert bzw. fördert, bietet Freiräume, inspiriert, unterstützt und ermutigt einen zur Umsetzung seiner Ideen. Auch ich wurde von diesem unglaublichen Tatendrang überwältigt und kann nicht mehr genug davon bekommen.
| Was war Ihre wichtigste Überraschung in Ihrem bisherigen Studium? Dass wirtschaftliche Fächer durchwegs auch interessant und fesselnd sein können.
| Und welche Frage ist noch immer unbeantwortet? Was geschah wirklich mit Baby Jane?
| Wem genau würden Sie von einem Studium an der ZU abraten? Jemand, der ein Studium nur als Mittel zum Zweck sieht.
| … und wem eines empfehlen? Menschen, die etwas verändern wollen.
| Was dürfen wir von Ihnen noch erwarten – nach dem Studium? Falls es nicht doch ganz anders kommt, als man denkt: das Unerwartete.