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Die ZU und ihre Studierende
Name: Moritz Schellenberger Alter: 26 Studiengang: Corporate Management & Economics, Master Semester: 2
[Was haben Terrornetzwerke, Fischschwärme und die Europäische Union gemein? Oder abstrakter formuliert, wie verbreiten sich Ideen, Informationen und Innovationen in sozialen Systemen und wie organisiert, institutionalisiert und erforscht man solche Systeme? Anfangs noch praktisch, mittlerweile viel mehr theoretisch geht Moritz Schellenberger dieser Frage nach. Während seines Abiturjahres gründete er einen Basketballverein und war Lizenztrainer des deutschen Basketball-Bundes. Danach arbeitete er ein Jahr auf einer Intensivstation eines Stuttgarter Klinikums, bevor er an der Ludwig-Maximilians-Universität nach eigenen Angaben „frustriert“ Volkswirtschaft studierte. Während der ersten drei Semester seines CME- und PMG-Studiums an der ZU dann gründete und leitete er die studentische Organisationsberatung Whyknot. Und seit 2005 arbeitet er zudem am Lehrstuhl von Prof. Schröter. Im Herbst 2006 verbrachte Moritz Schellenberger ein Semester an der University of California in Berkeley, um sich intensiver mit sozialen Netzwerktheorien und mit Disziplinen zu beschäftigen, welche sich ebenfalls mit Netzwerkphänomenen auseinander setzen. Ein Resultat war seine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Strategische Organisation & Finanzierung bei Prof. Dr. Stephan A. Jansen. In dieser, auch in den Medien vielzitierten Arbeit ging er der Frage nach, inwieweit Erkenntnisse epidemiologischer und netzwerktheoretischer Forschung das Phänomen sozialer, sich dynamisch verbreitender Onlinenetzwerke (am Beispiel StudiVZ) erklärbar sind. Während seines Masterstudiums an der ZU beschäftigt er sich nun weiterhin mit sozialen und dynamischen Netzwerktheorien, jedoch derzeit am Phänomen der aktuellen Finanzmarktkrise sowie am Phänomen neuronaler Netze. Seine Praktika absolvierte er bei MC in Frankfurt, der German Scholar Organization in Berkeley und im Parlament der Europäischen Union in Brüssel und Straßburg.]
| Die Zeppelin Universität hat diesmal Sie als besonders eigenwilligen Studierenden ausgewählt. Ist das in irgendeiner Weise überhaupt berechtigt? In irgendeiner Weise? Überhaupt? Muss man nicht eigenwillig sein, um eine solche Universität zu besuchen? Sind wir daher nicht alle eigenwillig? Bin ich dann noch berechtigt, als „besonders“ ausgewählt zu werden? Eigenwillig bin ich. Ob ich „besonders“ eigenwillig bin, liegt im Auge des Betrachters. Aber offenbar wirke ich „besonders“ eigenwillig!
| Wenn Sie sich selbst mit sieben Worten beschreiben sollten, dann wären dies…: hinterfragend, begeisterungsfähig, neugierig, querdenkend, komplexitätsliebend, bequem unbequem
| … und die ZU in sieben Worten? ambitioniert, lernend, dynamisch, einzigartig anders, fordernd, selbstreferenziell
| Inwieweit hat die ZU ihre Eigenwilligkeit unterstützt bzw. nicht verhindert? Die ZU regt ständig zum Hinterfragen an, sie ist ein Umfeld, durch das sich eigenwillige und querdenkende Menschen gestärkt fühlen.
| Was war Ihre wichtigste Überraschung in Ihrem bisherigen Studium? Der Reiz und die Attraktivität interessanter Theorien. Und vielleicht die kleine Überraschung, positiv überfordert zu werden.
| Und welche Frage ist noch immer unbeantwortet? Warum sieben Worte?
| Wem genau würden Sie von einem Studium an der ZU abraten? Denjenigen, für die ein Studium keine Leidenschaft, sondern reines Mittel zum Zweck ist. Denjenigen, die weder Fragen noch unvorgefertigte Antworten suchen. Denjenigen, die eine dynamische Organisation nicht ertragen können, sondern Angst davor haben.
| … und wem eines empfehlen? Denjenigen, die skeptisch begeistert sind vom Gedanken der ZU. Denjenigen, die ihr eigenes Studium mitgestalten wollen. Denjenigen, die hinterfragen- dürfen wollen und denjenigen, die interdisziplinäre Fragen lieben.
| Was dürfen wir von Ihnen noch erwarten – nach dem Studium? Eigenwilligkeit?
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E-Mail-Kontakt zu Moritz Schellenberger

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