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Das Konzept: Studium zwischen Angebot und Nachfragen
Gibt es ein Studium, das sich konsequent aus den Interessen der Studierenden zusammensetzt? Die StudentStudies an der Zeppelin Universität eröffnen einen solchen Bereich. Sie bezeichnen einen radikal Nachfrage orientierten Möglichkeitsraum besonderer Art für unsere Studierende von unseren Studierenden. Was möglich wird, hängt dabei ausschließlich von der Eigeninitiative und Überzeugungskraft der Studierenden selbst ab. Die StudentStudies unterliegen somit anderen Gesetzen als die Angebot orientierten curricularen Formate. Im Rahmen der StudentStudies können die Studierenden ihren eigenen Fragen, Projekten und Leidenschaften in Selbstorganisation und Eigenverantwortung nachgehen, die eben nicht systematisch durch die Bachelor- oder Master-Curricula abgedeckt werden können. Dabei sind den Studierenden inhaltlich wie organisatorisch keine Grenzen gesetzt, so dass sich die StudentStudies auch zu einem Ort multidisziplinärer Lehre entwickeln, in dem sich Studierende der unterschiedlichen Departments begegnen, Projekte realisieren und gemeinsam forschen. In den StudentStudies können aber auch Disziplinen und Formate vorkommen, die ansonsten nicht an der ZU zu finden wären. Die StudentStudies können auf diese Weise einen expliziten Beitrag zur Erweiterung des für die ZU zentralen multidisziplinären Anspruch in der Lehre leisten. Vor allem aber können die StudentStudies antworten auf die Frage »was fehlt«, denn »etwas fehlt immer« – in jedem Curriculum.
Formate
Die ZU hält durch eine gestraffte Stundenplangestaltung für die StudentStudies einen ganzen Tag pro Woche frei, an dem kein reguläres Seminarangebot stattfindet. Jeder Mittwoch – und somit ein Fünftel der klassischen Studienzeit – gehört den StudentStudies und damit den Studierenden. Die Formate, in denen sich die StudentStudies realisieren sind dabei ebenso so frei wie die Inhalte. Die Veranstaltungsformen können, aber müssen sich nicht an den klassischen Formaten universitärer Lehre wie Vorlesung oder Seminar orientieren. Es können genauso Schwerpunktstudien, Forschungs- und Beratungsprojekte, Länderkonferenzstudien und -reisen, Exkursionen, Workshops, Vorträge, Projektgruppenarbeiten, Symposien, Ausstellungen, Lesungen etc. sein.
So kann unmittelbar auf aktuelle Entwicklungen eingegangen werden, ohne auf eine formale Umstellung der Curricula angewiesen zu sein. Darüber hinaus sind die StudentStudies auch ein möglicher Ausgangspunkt für zukünftige Bachelor- oder Masterthesen. Die Angebote der StudentStudies werden nach Absprache mit den Dozenten der einzelnen Departments und dem Prüfungsamt in das reguläre Credit-Point-System integriert.
›Ten Students get one scientific lecture‹
Eine einzige Bedingung gibt es: Zehn Studierende müssen sich verbindlich für ein Thema entscheiden, erst dann verpflichtet sich die ZU, ein solches Angebot Wirklichkeit werden zu lassen und ggf. zu finanzieren.
Die StudentStudies und das System von Bachelor und Master-Studiengängen
Die Zeppelin Universität hat sich der Herausforderung des Bologna-Prozesses als eine der ersten Universitäten in Deutschland gestellt und das ›alte‹ System von Diplom bzw. Magister-Studiengängen auf die angelsächsische Logik der Bachelor und Master-Struktur umgestellt. Auch die StudentStudies sind ein Element unserer Strategie als Antwort auf diese geforderte Neuausrichtung. Sie reagieren mit dem Prinzip der radikalen Nachfrageorientierung auf die Strukturen des Bachelor- und Mastersystems. Die StudentStudies wollen das Beste aus zwei Welten, zum einen die Offenheit und Freiheit der Diplom- und Magisterstudiengänge und zum anderen die straffe Standardisierung des ›neuen‹, zukünftig in ganz Europa verbindlichen BA/MA-Systems, miteinander in Verbindung setzen.
Koordination | Ansprechpartner
Dr. Karsten Rosemeier, Mitglied des Präsidiums, Fon +49 7541 6009-1131 krosemeier@zeppelin-university.de
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Moritz Schellenberger, Corporate Management & Economics, Sommersemester 2004:
"Die Welt der Organisationsberatungen hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Wie reagiert die Branche auf geringeres Wachstum, die Klientenprofessionalisierung und Reputationsprobleme? Mit dieser und anderen Fragen haben wir uns – d.h. 21 Studierende - in der StudentStudies-Veranstaltung 'Theorie und Praxis der Organisationsberatung' beschäftigt.
Herr Prof. Dr. Stephan A. Jansen erklärte sich bereit, diese Veranstaltung gemeinsam mit uns und Dr. Peter Barrenstein, Principal bei McKinsey & Company, und Arnd Petmecky, dem Leiter des Inhouse-Consulting der Deutschen Telekom, zu konzipieren und durchzuführen.
Es blieb nicht nur theoretisch: Auch für unsere eigene Arbeit der studentischen Unternehmensberatung waren die theoretischen Aspekte der Beratung wichtig für die Definition des Selbstverständnisses.
Die Veranstaltung hat mir gezeigt, dass die ZU unsere konkreten Wünsche ernst nimmt und wir im Rahmen der StudentStudies die Fragen klären können, die das reguläre Kursangebot nicht vollständig bedient."
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