—— Thema
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Wir
beschäftigen uns mit der nächsten Gesellschaft. Die nächste Gesellschaft steht
vor der Herausforderung, die Folgen der Einführung des Computers zu bewältigen,
so wie die moderne Gesellschaft ein Ergebnis der Einführung des Buchdrucks war.
Die Struktur der Gesellschaft stellt sich von der funktionalen Differenzierung
in Sachbereiche wie Politik und Wirtschaft, Recht und Wissenschaft, Kunst und
Religion um auf eine Differenzierung in Netzwerke, die heterogen
zusammengesetzt sind und als Kontrollprojekte formatiert sind. Die Kultur der
Gesellschaft verlagert ihre Akzente von der Orientierung an Kritik,
Gleichgewicht und Funktion auf eine Orientierung an Kontrolle, Form und Design.
Herz und Verstand der Menschen sind noch der Vormoderne verbunden. Wie werden
sie den Anschluss an die nächste Gesellschaft finden?
—— Schwerpunkte
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Die nächste
Gesellschaft erfordert weitgehende Umstellungen in der soziologischen Theorie
der Gesellschaft. Wir beschäftigen uns mit Kulturtheorien und mit
interdisziplinären Entwicklungen, die es der soziologischen Theorie
ermöglichen, im Kontakt mit der Gesellschaft zu bleiben. Unterstützung erhalten
wir von der Literaturtheorie, von der Kunst und von der Mathematik. In
verschiedenen Projekten beschäftigen wir uns mit Teilbereichen der Umstellung
auf die nächste Gesellschaft, etwa in Organisation und Management, in der
Stadt, in der Gesundheit, in der Universität und in den Wissensstrukturen der
Gesellschaft.
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Aus: Georg Herold, Installation »wo man kind«, daraus »Künstlerische Medizin«, zurzeit im Museum Ludwig (Köln) zu sehen
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