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Der Lehrstuhl ist in Forschung und Lehre im anspruchsvollen Schnittbereich zwischen Innovation, Technologie und Entrepreneurship angesiedelt. Die sinnvolle Verbindung der Pole „Theorie“ und „unternehmerische Praxis“ ist dabei ein wichtiger Grundsatz des Lehrstuhls - die Worte des Pioniers der Sozialpsychologie Kurt Lewin bringen diesen Anspruch auf den Punkt: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“.
Es ist unser Ziel, unseren Studierenden und Praxispartnern vielfältige Kenntnisse im komplexen Spannungsfeld zwischen Innovation, Technologie und Entrepreneurship anzubieten. Dazu nutzen wir Theorien, Methoden und aktuelle Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung. Über die reine Wissensvermittlung hinaus wird unternehmerisches Denken und Handeln für unsere Studierenden in realen Innovations- und Gründungsprojekten unmittelbar erfahrbar.
In Forschung und Lehre arbeiten wir daher sowohl eng mit führenden nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen als auch mit kleinen und großen, bestehenden und entstehenden ambitionierten Unternehmen zusammen. Internationale Kooperationen und Co-Autorenschaften in der Forschung bestehen unter anderem mit der Universität Bern, der Universitá Bocconi Milano, der Copenhagen Business School, der Harvard Business School, der Universität Innsbruck, dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) oder der Wirtschaftsuniversität Wien.

Fragestellungen
Das Zusammentreffen von Innovation, Technologie und Entrepreneurship bildet ein dynamisches Dreieck. Auf dieses anspruchsvolle Feld konzentrieren sich unsere Anstrengungen in Forschung und Lehre. Damit verbundene Fragestellungen sind ebenso zahlreich wie herausfordernd:
• Welche Rolle spielen Nutzer (insbesondere sogenannte „Lead User“) im Innovationsprozess und warum nimmt diese lange Zeit unterschätzte Quelle der Innovation rasant an Bedeutung zu? (Forschungsschwerpunkt „Open Innovation/User Innovation/Lead User Research“)
• Welche (zusätzlichen) Märkte existieren für bereits bestehende technologische Lösungen und können diese systematisch aufgefunden werden? Wie können industriebezogene und disziplinäre Grenzen überwunden werden, um Erkenntnisse in analogen Bereichen für die Entwicklung bahnbrechender Innovationen zu nutzen? Wie kann die Nutzung bestehender Ressourcen und die Exploration neuer Bereiche sinnvoll in Balance gehalten werden? (Forschungsschwerpunkt „Technological Competence Leveraging“)
• Unter welchen Bedingungen macht es Sinn, organisationsexterne Problemlöser und Experten in den Innovationsprozess einzubinden? Welche Methoden können für das effiziente Auffinden organisationsexterner Problemlöser und Experten eingesetzt werden? Warum und unter welchen Bedingungen funktionieren diese Suchmethoden? (Forschungsschwerpunkt „Search (methods)“)
• Wie gehen unternehmerisch handelnde Personen bei der Entdeckung und Entwicklung von Gründungsideen vor und warum? Worin liegen die besonderen Herausforderungen und Chancen bei technologiebasiertem Unternehmertum und woran liegt das? Welche neuen Geschäftsmodelle setzen sich am Markt durch und warum gerade diese? Welche speziellen Herausforderungen birgt soziales Unternehmertum (Forschungsschwerpunkt „(Social) Entrepreneurship“)?
• Und schließlich: Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich aus den gewonnenen Erkenntnissen, welche Konsequenzen haben diese für die unternehmerische Praxis?
Die Ergebnisse unserer überwiegend empirisch ausgerichteten Forschungstätigkeit veröffentlichen wir vorzugsweise in renommierten internationalen Fachzeitschriften und versuchen, gewonnene Einsichten sowohl unseren Studierenden im Rahmen der Lehre als auch der unternehmerischen Praxis im Rahmen von gemeinsamen Projekten zugänglich zu machen.
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