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Faltungen, Fiktion, Erzählen, Medien


Fiktion, Erzählen und Medien sind ebenso traditionelle wie alltägliche Phänomene in Kunst und Kultur. Ihre Beschreibung gelingt der Literaturtheorie jedoch nur unzureichend. Bunias Buch diskutiert die hier relevanten Theorien und erläutert, dass es das Prinzip einer »regelkonformen Regelverletzung« ist, das die genannten drei Phänomene strukturiert. Dieses als Faltung bezeichnete Prinzip macht eine allgemeingültige Theorie künstlerischer wie nichtkünstlerischer Darstellung unmöglich. Möglich sind allerdings Theorien, die Teillösungen liefern. Weil Theorien nicht um ihrer selbst willen da sind, legt die Studie Analysen literarischer Werke vor, die sich erfolgreich gegen Schematisierungen sperren: »Der Mann ohne Eigenschaften« von Robert Musil, »Die Lebens-Ansichten des Katers Murr« von E. T. A. Hoffmann, »Abfall für alle« von Rainald Goetz, »Tristram Shandy« von Laurence Sterne, »Les Faux-Monnayeurs« von André Gide sowie »Rayuela« von Julio Cortàzar.

Dr. phil. Remigius Bunia ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturtheorie und –analyse.


|  Remigius Bunia (2007): Faltungen. Fiktion, Erzählen, Medien. Berlin: Erich Schmidt, ISBN 978-3503098095.


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geändert: 24.01.2008