Technik ist spezifisch für die Kultur, die sie hervorbringt. Diese Auffassung ist inzwischen Allgemeingut und fast schon eine Plattitüde. Doch wie kann man sich einen solchen Prozess konkret vorstellen, in dem Kultur in eine spezifische Technologie eingeschrieben wird? Welche Kultur findet angesichts der vielfältigen Orientierungen in modernen Gesellschaften überhaupt Berücksichtigung in den technologischen Konzepten und Artefakten? Und warum ist Technik ein Motor für kulturellen Wandel, wenn sie auf der Basis von kulturellen Traditionen entsteht? Gertraud Koch, Professorin am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und Wissensanthropologie an der ZU, rekonstruiert am Beispiel der künstlichen Intelligenz exemplarisch den Prozess, in dem Technologie entwickelt und zu einem kulturellen Erzeugnis werden. Koch arbeitet in diesem Band die Kulturalität dieser Technikentstehung mit den wissenschaftlichen Instrumentarien der Kulturanthropologie heraus.
Getraud Koch: „Zur Kulturalität der Technikgenese. Praxen, Policies und Wissenskulturen der künstlichen Intelligenz“, Wissen – Kultur – Kommunikation, Band 1, Röhrig-Verlag, 2005. ISBN 3-86110-381-8
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